Irre wir behandeln die falschen. Literatur: Nicht der Irre braucht Hilfe, sondern der Normale

Liminski: Was darf man denn in der Psychotherapie nicht sagen? Er vermittelt dem Leser auch eine Ahnung davon, wie die Betroffenen die Welt sehen.

Als man dann merkte, dass das beherzte Herausoperieren merkwürdiger Mitbürger aus ihrer menschlichen Mitwelt die Betreffenden noch merkwürdiger machte, verlegte man sie zwar wieder schleunigst mitten in unsere Städte.

Auch das der Verzicht auf eine psychopharmakologische Behandlung ein Kunstfehler sei S.

November 2017 im Gesendet am 11.

Lütz: Ich glaube, ob er leidet, ist das Entscheidende, ob jemand leidet, ob er in seiner Kommunikationsfähigkeit gestört ist.

Liminski: Und was sagen die Kranken, woran sie feststellen, dass sie krank sind? Betroffene und Angehörige können sicher von Büchern, die die spezifische Erkrankung erläutern, mehr profitieren.

Die Vorstellung, dass man da immer nur pathetisch ernsthaft ist, das ist auch eine falsche Vorstellung.

Wir haben sie natürlich gut behandelt, es ging ihr besser.

Das vorliegende Buch kann dieses Vorurteil zum Glück nur bestätigen.

Beinahe jeder hat in seiner Verwandtschaft irgendeine merkwürdige Tante oder einen skurrilen Onkel, über die nur getuschelt wurde.

Wir müssen sehr aufpassen, dass wir nicht jeden außergewöhnlichen Menschen gleich zum Kranken erklären.

Seine Bücher sind Bestseller und befassen sich z.

November 2017 im , Abruf im November 2017.

Wir können in drei verschiedenen Funktionszuständen Widersprüche gleichzeitig gelten lassen: im Traum, in der Psychose und im Lachen.

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